Mein Heimatdorf Degerfelden


Degerfelder Geschichte

Schon in der Steinzeit bewohnten Urmenschen unser Tal. Unser früherer Lehrer Neumeyer fand vor bald hundert Jahren Steinbeile und Steinmesser aus der Vorzeit.

Im Jahre 1678 verbrannten französische Truppen unser Dorf und raubten alles Vieh. Grundmauern mit Brandspuren sind heute noch inmitten des jetzigen Dorfes zu finden.

Einst gab es vier Mehlmühlen, eine Sägmühle und eine Ölmühle in unserem Tal. Die untere Mühle (Birlin-Mühle) mahlte einst für das Säckinger Frauen Kloster St. Franziski. Die obere Mühle (Haus Schwirtz) arbeitete für das Prediger Kloster in Basel. Die Talmühle (Teske), eine Allgemein-Mühle und die Grethermühle hinter der Sägmühle mahlten für den Hagenbach.

Degerfelden war schon immer mit Trinkwasser gut versorgt. Geologische Sonderheiten verhalfen dazu. Die geologische Beschaffenheit unserer Berge tragen als Grundstock undurchlässigen Sandstein. Über ihm liegt der lose Kalkstein durch den Wasser durchsickern kann. An allen uns umgebenden Anhöhen finden sich aus alter Vorzeit gemauerte Quellen, deren Wasser durch so genannte Deuchel ins Dorf floss. Einst wurde Warmbach, Nollingen und ein Teil des Neu-Rheinfelden und der Rührberg mit Degerfelder Trinkwasser versorgt. Die alte ergiebige Quelle im Eichslertal, einst "Glockenbrunnen", benannt, versorgte das einstige und untergegangene Dorf Gelken.

Es gibt kein Dorf am Hochrhein in dem soviel Amrein-Geschlechter wohnen. In verschiedenen Variationen ist dieser Name in alten Urkunden mit folgenden Schreibarten zu finden: Wie "Am rein", "am Rain", "Amrein", "Am Reyn" und "Amrey". Ausschlaggebend zu dieser Vielfalt ist, dass die Wohnstätten der Ur-Degerfelder meist an einem lockeren Sandsteinhang, an einem Bergfuß, jedenfalls an einem steilen Hang oder Rey, wie die alten einen Abhang nannten, lagen.

Einst standen in oder außerhalb des Dorfes drei Burgstellen. Eines steht beim Zusammenfluss des Waidbaches und Siebenbannbaches (Siebenbannsteines), dem heutigen Hagenbach, das Haus Oberholzer. Dann im Gelände um das Haus Schwemmberger und das dritte die Eulenburg oder das alte Schloss über dem Wolfsgraben, einst im Besitz des Ritters Burkhart von Degerfelden, das fälschlicherweise "Fliehburg" benannt wird.

Das erste Schulhaus, nach Einführung der Schulpflicht durch Maria Theresia steht heute noch Es ist das Haus Stöcklin zwischen dem Mühlenkanal und dem großen Bach. Das jetzige alte Schulhaus wurde 1820 erbaut und 1895 vergrößert.

Elektrisches Licht erhielt Degerfelden 1914 vom Kraftwerk Wyhlen.

Degerfelden zählte bis 1806 zu Österreich. Um im Jahr 1790 eine eigene katholische Kirche erbauen zu dürfen, reisten Degerfelder Bürger, jedoch ohne Erfolg, nach Wien.

Ritter Liutold von Tegerfelden heiratete die Witwe Hedwig von Rötteln, deren erster Ehemann vom Kreuzzug nicht mehr zurückkehrte. Aus dieser Ehe entstammt Konrad von Tegerfelden, der spätere Bischof Konrad II. von Tegerfelden. Ihr zweiter Sohn Walter der II., zog es nach dem heutigen schweizerischen Tegerfelden bei Zurzach.


Anmerkung: Dies sind Notizen des Degerfelder Dorfchronisten Julius Birlin, die noch ergänzt werden können. Der heute 93 jährige Degerfelden hat neben verschiedenen Schriften zwei informative Heimatbücher über Degerfelden und auch das durch das gemeinsame Kirchspiel verbundene Herten geschrieben.

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